FRANZISKANER IN WSCHOWA
Das Franziskanerkirche und Kloster in Wschowa
Von der inneren Ausstattung sind ganz besonders eine wunderbar geschmückte Kanzel aus dem Jahre 1712 und die Orgel sehenswert. Die Orgel existierte mit Sicherheit bereits früher, denn in einer Überlieferung aus dem Jahre 1752 wurde über den Austausch der alten Orgel durch die neue berichtet, deren Kosten bei 4200 Groschen lagen. 1766 erhielt sie das Orgelprospekt mit den spielenden Engeln und dem Stadtwappen von Wschowa. Die wunderschönen Fresken wurden um das jahr 1746 vollendet.
Zu den besonderen Wohltätern der Kirchen gehörten polnische Könige: Zygmunt III Waza, dem die Franziskaner ihre Rückkehr ins Kloster zu verdanken haben, so wie W³adys³aw IV. Als Wohltäter haben sich ebenfalls der Apostolische Legat Antoni Santacroce und der Posener Bischof Maciej £ubieñski erwiesen. Außer ihnen sind auch in den Überlieferungen die Äbte von dem Zisterzienser Kloster aus Przemêt erwähnt. Sehr viele rekrutierten sich aus dem Adelsstand.
Dem Sanktuarium des Heiligen Kreuzes in Wschowa liegt die verehrung des alten Kreuzes aus Eiche zugrunde, das laut Chronik vom 1724 aus der ehemaligen, durch die Lutheraner im Jahre 1558 abgebrannten Kirche, stammte. Das Kreuz wurde in einen Graben eingeworfen und verschüttet. Wie durch ein Wunder ist es nicht vernichtet worden und wurde dann im Jahre 1638 bei den Ausgrabungen der Fundamente für den Neubau der Kirche durch die Franziskanerbrüder aufgefunden. In der Klosterchronik sind Beispiele der Wunderheilungen aufgeführt: 1762 wurde Anna ¯ó³kowska, und 1780 Maciej Radoliñski geheilt. Die Geschichte des Gnadenkreuzes, der erbauten Kapelle so wie der Kreuzgänge und der Kreuzwegsandacht zeugen von der Entstehung des neuen Sanktuariums..
Es gibt leider keine Überlieferungen über die Ablassfeste und Pilgerfahrten, deswegen kann man davon ausgehen, das dieses Sanktuarium in Wschowa nur lokalen Umfang hatte.
Das Kloster in Wschowa verfügte über eine Bibliothek. Die Schriften dienten den Franziskanern für ihr Studium und insbesondere für die Vorbereitung der Predigten. Der Bücherbestand ist in unverändertem Zustand erhalten geblieben. Anhand dieses Bestandes sind wir in der Lage, dem damaligen, durchschnittlichen Bücherbestand der Klosterbibliothek festzustellen. 1972 wurde die gesamte Büchersammlung der Inkunabeln in die Provinzbibliothek der Franziskaner in Poznañ verlegt.
Nach der II Teilung Polens ist Wschowa durch das protestantische Preußen annektiert worden. Die preußische Politik hatte die vollständige Beseitigung aller Klöster zum Ziel. Am 6.01.1828 ist es zu einer Aufhebung des Ordens gekommen. Die Franziskaner konnten erst nach 17 Jahren, am 7. August 1945 in ihre Kirche zurückkehren. Der jetzige Zustand des historischen Gebäudekomplexes ist das Werk vieler Brüder und Priester, die den ursprünglichen Glanz und die Schönheit dieser gesamten Anlage durch ihre Arbeit und Gebete, mit Unterstützung vieler Menschen guten Willens, wieder her gestellt haben. In den Neunziger Jahren des XX. Jhs.ist die Klosteranlage einschließlich der Fresken, des Altars und der inneren Ausstattung restauriert und saniert worden. Dank den apostolischen Bemühungen der Franziskaner Brüder, die in dieser "Perle des Barocks" ihr apostolisches Werk fortsetzen, sammeln sich jeden Tag in der Kirche die Gläubigen aus Wschowa und Umgebung auf der Suche nach dem Wahren Lebensweg. Sie finden in diesem bezaubernden Ort Ruhe, Besänftigung des Herzens, das versucht den Problemen der Gegenwart standzuhalten. Dort geben sie sich den Anregungen des Heiligen Geistes hin, und hören auf das Gotteswort.
T³um. Beata Krawczyk

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